MONTAGE
Neben der Montage auf Freiflächen bietet sich für die Montage des PV-Generators vor allem die Gebäudeintegration an.
Gebäudeintegration
Alle Teile der Gebäudeoberfläche eignen sich für die
Installation einer Photovoltaikanlage; schräge und flache Dächer sowie
Fassaden. Man unterscheidet additive und integrative Lösungen bei der
Gebäubeintegration.
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Additive Gebäudeintegration
Bei der additiven Gebäudeintegration werden die Photovoltaikmodule mit
einer Montagekonstruktion / Montagegestell auf dem Dach bzw. vor der
Fassade befestigt. Die PV-Anlage ist damit ein zusätzlicher Baukörper
mit der alleinigen Funktion der Stromerzeugung.
Integrative
Gebäudeintegration
Bei der integrativen Gebäudeintegration werden Bauteile des Gebäudes
(Dach oder Fassade) durch photovoltaische Bauteile ersetzt. Die
Photovoltaikanlage wird selbst zum Teil der Gebäudehülle, und übernimmt
neben der Funktion der Stromerzeugung Funktionen wie Wetterschutz,
Wärmedämmung, Schallschutz, Sonnenschutz, etc. so lassen sich
Synergieeffekte nutzen und optisch sehr anspruchsvolle Lösungen
realisieren.
Schrägdach
Der Vorteil bei einer
Installation auf einem Schrägdach ist die vorhandene Neigung (gegeben
durch das Dach), dies ist bei einem Flachdach mit einer zusätzlichen
Unterkonstruktion zu realisieren. Hier ist aber die Hinterlüftung der
Solaranlage wesentlich besser, was zu höheren Erträgen führt, weil der
Wirkungsgrad der Solarzellen mit abnehmender Zelltemperatur abnimmt.
Rechts dargestellt ist der Einfluss (in % gegenüber dem max.
Wert 100 %) der Ausrichtung (Orientierung und Neigung) auf die jährliche
Einstrahlungsmenge für Mitteleuropa.
In der Region Freiburg (48° nördliche Breite) ist bei einer
Ausrichtung nach Süden (Azimut 0°) und einer PV-Generatorneigung von ca.
32° die jährliche Einstrahlungsenergiemenge am höchsten.

Verschattung
Ein Schattenwurf auf eine PV-Generatorfläche führt in der Regel
zu empfindlichen Einbußen beim Ertrag – hierbei sind sog. „nahe
Schatten“ besonders kritisch.
Bei standortbedingten Verschattungen
handelt es sich um Schattenwürfe wie Sie beispielsweise von Bäumen,
Nachbargebäuden oder Geländeerhebungen verursacht werden.
Gebäudebedingte Verschattungen sind
meistens nahe Schatten. Diese werden durch Gauben, Schornsteine,
Antennen, Satellitenschüsseln, etc. hervorgerufen.
Einige Verschattungen können durch Verschieben des PV-Generators
vermieden/vermindert werden. Ist dies nicht möglich bleibt nur das
Anlagenkonzept als ganzes der Situation anzupassen. Wir führen komplexe
Schattenwurf-Simulationen mit modernsten Case/Ray-Tracing-Verfahren
bezogen auf den Anlagenstandort durch.

Globalstrahlung / Verteilung der Sonneneinstrahlung
Die Intensität der Sonneneinstrahlung außerhalb der
Erdatmosphäre ist abhängig vom Abstand zwischen Sonne und Erde. Im
Verlauf eines Jahres bewegt sich dieser. Hierdurch schwankt die
Betrahlungsstärke zwischen 1325 W/qm und 1412 W/qm. Die Erdatmosphäre
reduziert die Sonneneinstrahlung durch Reflexion, Absorption und
Streuung. Auf der Erdoberfläche wird bei schönem klaren Wetter eine
Bestrahlungsstärke von ca. 1.000 W/qm erreicht. Summiert man die Energie
der Sonnenstrahlung über ein Jahr, so erhält man die jährliche
Globalstrahlung im kWh/qm.
Dieser Wert ist, wie man auf der Globalkarte erkennen kann,
regional sehr unterschiedlich.

Sonneneinstrahlung Deutschland
Regionale Unterschiede der Sonnen-Einstrahlung innerhalb
Deutschlands lassen sich aus dem, folgenden Bild ablesen. Es sind für
ein durchschnittliches Jahr die mittleren Einstrahlungssummen in kWh/qm
dargestellt.
In der Region Baden-Württemberg beträgt die mittlere Einstrahlungssumme für das Jahr 2008, 1118 kWh/qm für ein durchschnittliches Jahr.

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Quelle: DWD
Deutscher Wetter Dienst
(Jahressummen 2008)
