ANLAGEN
SolarzellenEine Solarzelle funktioniert ähnlich einer normalen Batterie, mit dem Unterschied, daß anstelle einer chemischen Reaktion die Elektronen mittels der Sonneneinstrahlung von minus nach plus transportiert werden.
Fällt Licht auf die Solarzelle, so entsteht zwischen dem Minus- und dem Pluspol eine elektrische Spannung.

Damit kann z. B. eine Lampe oder ein Taschenrechner, etc. betrieben werden. Die Solarzelle erzeugt nur Gleichstrom.
Zellenarten
Heutzutage wird auf der ganzen Welt nach neuen Herstellungsverfahren und Solarzellentypen geforscht. Dominierend sind klar die Silizium-Solarzellen. Das wichtigste Material für diese kristalline Solarzellen ist Silizium. Silizium ist nach Sauerstoff das zweithäufigste Element in der Erdkruste, wo es zwar nicht in reiner Form, aber in Verbindungen, meistens Oxiden und Silikaten vorkommt. Um es von diesen Verbindungen zu befreien, muss es im Lichtbogenofen bei 2000°C mit Kohlenstoff "reduziert" werden. Dies geschieht bereits im großtechnischen Maßstab (Mio. Tonnen pro Jahr), von denen etwa 20.000 Tonnen für die Mikroelektronik in eine extrem reine Form gebracht werden. Aus dieser Quelle erhält die kristalline Silizium-Photovoltaik derzeit das sehr begehrte Material.
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Monokristalline- Zelle |
Polykristalline- Zelle |
Hybride HIT-Zelle |
Amorphe-Zelle | CIS-Zelle |
Zellenwirkungsgrad
Ein wichtiger Faktor einer Solarzelle ist der Wirkungsgrad. Es gibt das Verhältnis zwischen einfallender solarer Leistung und umgewandelter elektrischer Leistung an. Je höher der Wirkungsgrad desto kleiner wird die benötigte Fläche. Die Tabelle zeigt die aktuellen Werte der Serienproduktion und zukünftige Werte, welche heute im Labor gemessen wurden.
| Zellenarten |
Zellenwirkungsgrad Labor bedingungen |
Zellenwirkungsgrad Serienproduktion |
|---|---|---|
| Monokristallin | 25% | 14-18% |
| Polykristallin | 20% | 13-15% |
| Hybrid-HIT | 20% | 15-18% |
| Amorph | 13% | 7,5-11% |
| CIS | 19% | 10-14% |
Modul
Die Spannung einer Solarzelle beträgt etwa 0.6 Volt und der Kurzschlußstrom ca 3 Ampere. Mit dieser geringen Spannung lassen sich aber keine "normalen" Verbraucher betreiben.
Deshalb werden die Solarzellen in Serie zu einem Modul geschaltet -
hierbei erhöht sich die Gesamtmodulspannung jeweils um die Anzahl der
einzelnen Zellspannungen. Ein Photovoltaik Modul das aus 48 Zellen
besteht hat eine Modulspannung von ca. 28,8 Volt.|
Um die empfindlichen Solarzellen
gegen mechanische Beanspruchung und Umwelteinflüsse resistent zu
machen, werden diese verkapselt und i.d.R. gerahmt. |
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String / PV-Generator
Die Module werden weiter je nach Anwendung und Wechselrichter in
Serie und parallel geschalten. Diese Verschaltung ergibt dann
den sog. Solargenerator (PV-Generator) der Solaranlage - hierbei
wird die serielle Verschaltung einzelner Module String(s)
genannt.
Wechselrichter
Bei netzgekoppelten Anlagen ist der Solarwechselrichter das
Bindeglied zwischen dem Solargenerator und dem Wechselstromnetz.
Seine grundlegende Aufgabe ist es, den vom Solargenerator
erzeugten Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC) umzuformen und
diesen an die Frequenz und Höhe der Spannung des Stromnetzes
anzupassen. Er wird auch DC-AC Konverter oder Inverter genannt.
Mit Hilfe moderner Leistungselektronik erfolgt die Umwandlung in
netzkonformen Wechselstrom mit geringen Verlusten.
Einspeisezähler / Bezugszähler
Der so erzeugte Solarstrom wird von einem separaten Stromzähler
erfasst und fließt in das öffentliche Elektrizitätsnetz. Durch
diesen zusätzlichen Einspeisezähler hat das
Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) die Möglichkeit, die
Einspeisevergütung für den solar erzeugten Strom abzurechnen
bzw. auszuzahlen. Die elektrischen Verbraucher im Haushalt
beziehen ihre Energie wie bisher über den vorhandenen
Bezugszähler. Es sind daher keine Änderungen an der bestehenden
Hausinstallation notwendig - die Energieversorgung bleibt
vollkommen unabhängig von der Stromproduktion der
Photovoltaikanlage.
Prinzip einer Netzgekoppelten PV-Anlage

(1) Solargenerator
(2) Wechselrichter
(3) Einspeisezähler
(4) Bezugszähler





